Hunteburg, die neue Internetpräsenz

Hunteburg, die neue Internetpräsenz

Axel vom dem Bussche

Axel Ernst-August Clamor Franz Albrecht Erich Leo von dem Bussche-Streithorst (*1919 +1993) war ein Widerstandskämpfer und unternahm einen Attentatsversuch auf Adolf Hitler im November 1943.

Im Oktober 1943 wurde Hauptmann Axel von dem Bussche in Berlin von Stauffenberg in die Verschwörungspläne gegen Hitler eingeweiht. Er erklärte sich auf die Frage Stauffenbergs ohne Zögern bereit, sein Leben in einem Selbstmordattentat zu opfern. Die Schwierigkeit bestand darin, mit einer Waffe in Hitlers Nähe zu gelangen. Tresckow hatte die Idee, eine Vorführung der für die Ostfront geänderten Uniformen zu nutzen, weil neben Hitler auch Göring und Himmler an der Veranstaltung teilnehmen wollten. Für die Vorführung im Führerhauptquartier Wolfsschanze bei Rastenburg wurde der 23. November 1943 bestimmt. Bussche sollte den Anwesenden die Vorzüge dieser von nicht eingeweihten Soldaten vorgeführten neuen Uniformen erklären. Er beabsichtigte, sich dann gemeinsam mit Hitler in die Luft zu sprengen. Im geeigneten Augenblick wollte er zwei Handgranaten abziehen (schärfen) (die von Stauffenberg vorgeschlagene Bombe mit chemischem Zünder lehnte er ab, weil ihm die Zeit von Scharfmachen bis Explosion von zehn Minuten zu lang erschien. Handgranaten explodieren nach vier bis fünf Sekunden) , die er in den Taschen der Uniformhose versteckt halten wollte. Er plante, Hitler die drei bis vier Sekunden vom Abzug bis zur Explosion festzuhalten. Bussche hielt sich Ende November 1943 vier Tage und drei Nächte in der Gästebaracke des ostpreußischen Führerhauptquartiers bereit, bis er von einem Mitverschwörer, dem Obersten L. informiert wurde, ein alliierter Bombenangriff auf Berlin habe den Eisenbahnwaggon mit den neuen Uniformen vernichtet. Die Beschaffung von Ersatzuniformen dauere mindestens bis Januar 1944. V.d.Bussche erklärte sich bereit, den Attentatsversuch im Februar 1944 zu wiederholen und fuhr zu seiner Einheit an die Front bei Nevel zurück.

Vor dem Versuch von dem Bussches hatten bereits Tresckow und Schlabrendorff am 13. März 1943 vergeblich versucht durch eine Bombe die sie in das Flugzeug von Hitler verbringen konnten zu töten. Noch im gleichen Monat unternahm Gersdorff einen Attentatsversuch auf Hitler. Er wollte sich bei einer Vorführung von Beutewaffen im Berliner Zeughaus mit Hitler in die Luft sprengen. Er hatte den Zeitzünder der Bombe von 10 Minuten bereits ausgelöst als Hitler die Ausstellung unvorhergesehen verließ. Gersdorff konnte in letzter Minute den Zünder vom Sprengsatz entfernen.

Anfang Februar 1944, kurz nach von dem Bussches schwerer Verwundung, trat Stauffenberg an den Leutnant Ewald Heinrich von Kleist heran. Auch dieses Vorhaben scheiterte, weil der Termin der Uniformvorführung von Tag zu Tag verschoben wurde. Am 11. März 1944 plante Rittmeister Eberhard von Breitenbuch, Ordonanzoffizier von Generalfeldmarschall Ernst Busch in Abstimmung mit Stauffenberg Hitler bei einer Lagebesprechung auf dem Obersalzberg mit seiner Dienstpistole zu erschießen. Hitler verwehrte an diesem Tage jedoch ausnahmsweise die Teilnahme an der Besprechung. Am 7. Juli 1944 schließlich fand die Vorführung der neuen Felduniformen vor Hitler und Speer auf Schloß Klessheim bei Salzburg statt. General Stieff, Chef der Organisationsabteilung des Heeres hatte sich diesmal bereit erklärt die Bombe zu zünden. Er verlor im letzten Moment die Nerven und fühlte sich ausserstande das Attentat durchzuführen. Darauf beschloß Stauffenberg Hitler selbst zu töten, obwohl seine Geschicklichkeit durch seine schweren Verwundungen erheblich eingeschränkt war und er überdies in Berlin so unentbehrlich war, daß der dem Attentat folgende Staatsstreich in höchste Gefahr geriet. Es ist kaum zu verstehen weswegen die Mitverschwörer Wagner, Meichssner und Fellgiebel die ebenso Zugang zu Hitler hatten dies zuließen.

Zurück

Copyright © 2017 | Impressum | Just-Design | Contao